Therapeutisches Figurenspiel
Die
Figurenspieltherapie unterstützt Kinder und Jugendliche bei der
Bewältigung von herausfordernden Lebenssituationen. Sie ermöglicht
dem Kind, sein Erleben und seine Gefühle mit dem Spielen von
Geschichten und Modellieren eigener Werke auszudrücken. So können
belastende Situationen und Emotionen verarbeitet und neue
Lösungswege gefunden werden.
Die Figurenspieltherapie ist eine psychotherapeutisch orientierte,
ganzheitliche und ressourcenfokussierte Spiel- und
Kunsttherapieform. Sie beruht auf den Grundlagen der analytischen
Psychologie und integriert systemische, lösungs- und
ressourcenorientierte Ansätze, sowie traumatherapeutische Methoden.
Im therapeutischen Figurenspiel werden mit Figuren, Requisiten und
weiterem symbolischen Material auf einer kleinen Bühne innere
Geschichten und Bilder mitgeteilt und sichtbar gemacht. So zeigen
sich im Spiel nebst Ressourcen auch unbewusste Konflikte, Ängste
oder belastende Erfahrungen. Die dazugehörigen Gefühle können im
Spiel bewusst (wieder)erlebt und verarbeitet werden. Im geschützten
Raum können neue Handlungsideen, Lösungsimpulse und Verhaltensweisen
angstfrei ausprobiert und spielerisch in die
Persönlichkeitsentwicklung integriert werden.
Im Verlauf der Therapie kann eine eigne Figur ganz nach den
individuellen Vorstellungen gestaltet werden. Beim Modellieren
können sich innere Spannungszustände lösen, Wünsche sichtbar und
lebendig werden. Auch Schwierigkeiten und Ängste dürfen Form
annehmen und abgebaut werden.
In der Figurenspieltherapie findet also Ausdruck, was sich noch
nicht in Worte fassen lässt. Hier erhält das Unbewusste eine
Sprache. Durch die Kommunikation über Bilder können verdeckte
Muster, die das Handeln mitsteuern, erkannt und verändert werden.
Sie eignet sich besonders für Kinder ab vier Jahren, ermöglicht aber
auch Jugendlichen und Erwachsenen neue Perspektiven.
Für wen ist die Therapieform geeignet?
Mögliche Indikationen sind:
• Traumatische Ereignisse
• Emotionale Belastungen
• Ängste
• Aggressionen
• Trauerverarbeitung
• Herausforderungen in der Entwicklung und oder im
(Sozial)Verhalten
• Aggressionen
• Schulische Probleme wie Mobbing und
Schulverweigerung
• Belastende Familiensituationen
• Schlafstörungen
• Geringes Selbstvertrauen
• Soziale Isolation
• Psychosomatische Beschwerden
• Einnässen
• Handlungsblockaden
Und vielem mehr
Die Dauer des Therapieprozesses kann nicht im Voraus festgelegt
werden, da sie vom Kind bestimmt wird. In der Regel findet die
Therapiestunde wöchentlich während 60 Minuten statt. Gespräche mit
Eltern, Bezugs- und Fachpersonen sind Bestandteil der Therapie und
unterstützen deren Verlauf.
Figurenspieltherapie kann bei vielen Krankenkassen über die
Zusatzversicherung abgerechnet werden. Ich verfüge über die
Anerkennung als Figurenspieltherapeutin bei ASCA und EMR.
